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Ratgeber Laktoseintoleranz

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Laktoseintoleranz
Diagnose von Laktoseintoleranz

Bei der Diagnose einer Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit) können unterschiedliche Diagnoseverfahren zum Einsatz kommen. Ein Standardtest ist der H2-Atemtest, bei dem der Wasserstoff in der Atemluft bestimmt wird. Wasserstoff entsteht u. a., wenn Laktose im Dickdarm verarbeitet wird. Zuerst wird der Nüchtern-H2-Wert ermittelt, der nicht über 10 ppm liegen sollte. Dann wird 25 g Laktose zugeführt und erneut gemessen. Eine Laktoseintoleranz liegt vor, wenn ein Wert von 10-20 ppm vorliegt. Weitere Tests, die durchgeführt werden können, sind z. B. ein Bluttest oder ein Laktose-Belastungstest. Seltener wird eine Dünndarmbiopsie oder ein Gentest durchgeführt.

Diagnose von Laktoseintoleranz

Ob ein Mensch an einer Laktoseintoleranz leidet, kann mithilfe unterschiedlicher Testverfahren festgestellt werden. Als Standardverfahren zur Diagnose von Laktoseintoleranz wird dabei i. d. R. der sog. H2-Atemtest durchgeführt. Da neben Methan und Kohlendioxid auch Wasserstoff gebildet wird, wenn Laktose im Dickdarm vergoren wird, wird der Gehalt des Wasserstoffs in der Atemluft des Patienten bei diesem Test als Diagnose-Parameter herangezogen.

Wie der H2-Atemtest zur Diagnose von Laktoseintoleranz durchgeführt wird

Damit die Diagnose Laktoseintoleranz auch sicher ist, wird in einem ersten Schritt der sog. Nüchtern-H2-Wert bestimmt, der die Grenze von 10 ppm (parts per million, Anzahl der Wasserstoffteilchen je eine Million Luftteilchen) nicht überschreiten darf. Dabei sollte der Patient beachten, dass Zähneputzen, Rauchen oder ein nicht lange zurückliegender Konsum von Lebensmitteln (< 12–15 Stunden) die Aussagekraft des Tests verfälschen kann.

Nachdem der Nüchtern-H2-Wert ermittelt wurde, muss der Patient 200 ml Flüssigkeit zu sich nehmen, die einen Anteil von 25 g Laktose enthalten. In den folgenden zwei bis drei Stunden werden regelmäßige Atemmessungen vorgenommen, doch auf die körperliche Befindlichkeit des Patienten wird ebenfalls geachtet: Eine Laktoseintoleranz wird i. d. R. dann diagnostiziert, wenn der Wasserstoffgehalt der Atemluft bei 10–20 ppm liegt und dabei typische Krankheitssymptome auftreten. I. d. R. gilt, dass eine Laktoseintoleranz umso stärker ausgeprägt ist, je höher die ppm-Werte sind.

Weitere Verfahren zur Diagnose von Laktoseintoleranz

Sollte der H2-Atemtest für den Patienten nicht infrage kommen, kann alternativ auch eine serologische Untersuchung (Blutuntersuchung) zur Diagnose von Laktoseintoleranz durchgeführt werden: Bei diesem sog. Laktose-Belastungstest bekommt der Patient ebenfalls eine mit Laktose angereicherte Flüssigkeit verabreicht; danach wird ihm alle 30 Minuten Blut abgenommen. Bei einem Menschen, der nicht an Laktoseintoleranz leidet, kann Glukose, die ein Abbauprodukt der Laktose ist, problemlos über den Darm in die Blutbahn gelangen. Ist beim Patienten die Aktivität der Laktase verringert oder fehlt das Enzym vollständig, findet dieser Prozess nicht statt: Von einer Laktoseintoleranz spricht man, wenn der Glukosewert im Blut auch nach wiederholtem Messen weniger als 20 mg pro Deziliter beträgt.

Neben den genannten Verfahren können auch eine Dünndarmbiopsie oder ein Gentest Methoden zur Diagnose einer Laktoseintoleranz sein. Da die Dünndarmbiopsie jedoch verhältnismäßig aufwendig ist und ein sekundärer Laktasemangel mit dem Gentest nicht bestimmt werden kann, kommen diese Methoden in der Praxis eher selten zum Einsatz.

Der 13C-Atemtest zur Diagnose von Laktoseintoleranz

Bei diesem Testverfahren nimmt der Patient ebenfalls eine mit Laktose angereicherte Testlösung zu sich, bei der aber ein Kohlenstoffatom markiert wurde. Es wird dann die Konzentration des CO2 überprüft, welches mit diesem markierten Kohlenstoff von den Bakterien im Darm gebildet wurde. Aus Kostengründen wird dieses Verfahren allerdings kaum angewendet.

Markus Felsmann

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Das körpereigene Enzym Laktase spaltet den Milchzucker in Glukose, Galaktose und Monosaccharid auf. Fehlt dieses Enzym oder ist es eingeschränkt tätig, kann dies die Ursache für eine Laktoseintoleranz sein. Es werden drei Formen unterschieden. Der angeborene Laktasemangel ist eher selten. Bei diesem Typ, der vererbt wird, kann der Betroffene von Geburt an keine Milch und Milchprodukte vertragen. Beim primären Laktasemangel lässt die Wirkung des Enzyms im Laufe der Zeit nach. Denn während der Stillzeit können diese Betroffenen noch Milchzucker verarbeiten. Ein sekundärer Laktasemangel wird durch Darmerkrankungen wie z. B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder Zöliakie verursacht.

Thearpie Laktoseintoleranz

Die Therapie der Laktoseintoleranz besteht hauptsächlich in der Vermeidung von Milchzucker. So können die Symptome lebenslang vermieden werden. Die Ernährungstherapie umfasst den Verzicht von Milch und Milchprodukten jeglicher Art: u. a. Frischkäse, Sahne, Eiscreme, Schokolade. Darüber hinaus müssen auch die Angaben auf der Verpackung von Fertigprodukten sehr genau vom Laktoseintoleranz-Betroffenen kontrolliert werden, denn auch Butter, Molke- oder Magermilchpulver, Rahm, Casein oder Sahne können enthalten sein. Ggf. kann auch die Einnahme von Laktasetabletten die Verträglichkeit von Laktose erhöhen. Um keinen Kalziummangel zu begünstigen, sollten Alternativen als Kalziumlieferanten verzehrt werden. Kalzium ist z. B. in Nüssen, in bestimmten Kohlarten oder Mineralwasser mit Zusatz enthalten.

Laktose, auch Milchzucker genannt, befindet sich in Milch, in Milchprodukten und in Nahrungsmitteln aller Art. Bei der Laktoseintoleranz (Unverträglichkeit von Milchzucker) liegt eine Unverträglichkeit des Stoffes Laktose vor. Von einer Laktoseintoleranz Betroffene können den Milchzucker nicht im Dünndarm verstoffwechseln. Er gelangt stattdessen in die tieferen Darmbereiche, dort wird er dann zu Milch- und Essigsäure und zu Kohlendioxid verarbeitet. Diese Stoffe verursachen die typischen Symptome einer Laktoseintoleranz: Durchfall und Blähungen. Allerdings sind diese Erscheinungen abhängig von der Menge des aufgenommenen Milchzuckers. Die Laktoseintoleranz kann sich über einen längeren Zeitraum entwickeln und Symptome wie Kopfschmerzen oder Hautprobleme ausbilden, die nicht klar zuordenbar sind.